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§55_52 Rosental Mitte

Entwicklung des Rosentalareals

Das Rosentalareal im Geviert von Rosental-, Matten-, Maulbeerstrasse und Schwarzwaldallee wird in den nächsten Jahrzehnten eine Transformation durchlaufen. Mit dem Kauf des Areals 2016 bzw. 2019 durch die Immobilien Basel-Stadt und einem verwaltungsintern gestarteten Strategieprozess wurden die Weichen gestellt, das bisher geschlossene Industrieareal in die Stadt bzw. das umgebende Quartier zu integrieren.

Anfangs 2020 wurden die Leitplanken für die weitere Entwicklung der Öffentlichkeit vorgestellt und ein Vernehmlassungsprozess gestartet. Die Rückmeldungen zu dem städtebaulichen Leitbild werden gesammelt und ca. Mitte des Jahres in einem Ergebnisbericht veröffentlicht.

Quartierstudie
Das umliegende Quartier, das Rosental, unterliegt bereits jetzt tiefgreifenden Veränderungen: Die Entwicklung auf der Erlenmatt, Messe, Rosentalstrasse. Auch die Transformation von Rosental Mitte wird sich auf das Quartier auswirken. Um die Anforderungen und Potenziale bereits in das städtebauliche Leitbild einfliessen zu lassen, wurde eine Quartierstudie in Auftrag gegeben. Aufbauend auf der Auswertung statistischer Daten (Bevölkerung), vorangegangener Mitwirkungen und in Fokusgruppengesprächen wurden Empfehlungen für die Quartierentwicklung gegeben.

Quartiermonitoring

Anhand von festgelegten, statistisch erfassbaren Indikatoren wird die Entwicklung im Rosental nun beobachtet. Alle fünf Jahre wird das Statistische Amt im Auftrag der Kantons- und Stadtentwicklung einen Bericht zu den Veränderungen in den Bereichen evölkerung, Erwerbsleben und öffentliche Finanzen, Bauen und Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit sowie Sicherheit, Raum und Umwelt vorlegen. Der erste Bericht wurde 2019 vorgelegt.

Anhörung zum Städtebaulichen Leitbild Rosental Mitte 27.01.2020

Für das heute noch geschlossene Industrieareal vis à vis des Badischen Bahnhofs haben die Grundeigentümerin Immobilien Basel-Stadt und das Bau- und Verkehrsdepartement eine städtebauliche Studie erarbeiten lassen und darauf aufbauend die Leitplanken für die zukünftige Entwicklung über die nächsten Jahrzehnte definiert. Diese wurden an der Anhörung vom 27.01.2020 von Barbara Rentsch, Immobilien Basel-Stadt und Beat Aeberhard, Bau- und Verkehrsdepartement vorgestellt.

So gut angebunden an den öffentlichen Verkehr und die Autobahn liegt der Schwerpunkt für das Areal auch künftig auf Arbeitsnutzungen. 30 Firmen und 3500 Arbeitsplätze sind es heute, aber mit der städtebaulichen Entwicklung besteht Potenzial für 3'000 bzw. 5'000 weitere Arbeitsplätze. Dieses Potenzial wird mit einer städtebaulichen Verdichtung geschaffen: der schluchtartige Charakter des Areals soll erhalten und u.a. mit Hochhäusern noch verstärkt werden. Das Areal wird etappenweise für die Umgebung geöffnet, neue Plätze und eine Verlagerung des motorisierten Verkehrs in den Untergrund sollen Aufenthaltsqualitäten und Sicherheit für Fussgänger und Velofahrende schaffen. Zugleich wird ein Mix von Arbeiten, Wohnen und öffentlichkeitwirksamen Nutzungen angestrebt, um Leben in das Areal zu bringen.

An der Anhörung wurden diese Zielsetzungen intensiv diskutiert. Die Öffnung des Areals wurde sehr begrüsst. Dabei kann es einerseits nicht schnell genug gehen, dass man endlich auf und durch das Areal gehen kann und andererseits wünschte man sich, dass die Etappierung vorsichtig vorgenommen würde, damit künftige Entwicklungen und Generationen berücksichtigt werden können.

Für die Arealentwicklung wünschte man sich gesamthaft ein nachhaltiges und klimaverträgliches Vorgehen. Angefangen beim zukunftsorientierten und nachhaltigen Mobilitätskonzept, über klimaneutrales Bauen (auch Recycling) und Gebäudebetrieb bis zur Berücksichtigung von mikroklimatischen Aspekten: Einen Kanton, der mit gutem Beispiel voran geht!

Wie schafft man ein belebtes Stadtquartier? Das wurde kontrovers diskutiert und es kristallisierte sich dabei heraus: es braucht Nutzungen mit hoher Anziehungskraft, die nicht nur ein paar Bewohnende des umgebenden Quartiers anlocken, sondern aus der ganzen Stadt. Und einen Angebotsmix mit preisgünstigem Wohn- und Gewerberaum.

Die Verzahnung von bestehendem Rosental und neuem Quartier über Freiräume wird geschätzt – aber es braucht davon mehr. Mehr Grün insgesamt war das Thema – ebenerdige Grünräume, Dachgärten, vertikale Gärten. Einerseits aus mikroklimatischen Gründen, aber auch als Wohlfühlfaktor.

Das vollständige Protokoll der Anhörung finden Sie auch unter Downloads auf dieser Seite. Die schriftliche Vernehmlassung zum städtebaulichen Leitbild läuft noch bis zum 27.März 2020. Für Rundgänge auf dem Areal am 13. März 2020 kann man sich auf der Website www.rosentalmitte.ch anmelden.

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