Zum Inhalt springen

Rotlicht Amerbachstrasse

FKK-Saunaclub muss schliessen

Das Bauinspektorat des Kantons Basel-Stadt hat zu Recht keine nachträgliche Baubewilligung für die Umnutzung eines Fitnessclubs in einen Sexbetrieb erteilt. Dies hat das Bundesgericht nun entschieden und die Anwohnenden kamen doch noch zu ihrem Recht. (30.06.2020)

Planauflage für unbewilligten FKK-Sauna Club

Am 4. März 2015 wurde im Kantonsblatt Nr. 17 die Umnutzung des Fitnessclub FKK an der Amerbachstrasse  in Sex-Betrieb (mit bestehendem Restaurationsbetrieb) publiziert.

Der FKK Sauna Club Basel war als Fitnessclub beantragt und bewilligt, er wurde aber seit rund neun Jahren unerlaubt als Bordell geführt. 2015 wurde deshalb ein nachträgliches Baugesuch als “Sex-Betrieb” eingereicht, worauf mehrere Einsprachen eingingen, die von gegen 200 Anwohnenden unterschrieben waren.

Nach längerem Rechtsstreit verfügte das Bau- und Gewerbeinspektorat die Schliessung des Bordells per 1. September 2017 und den Umbau in den ursprünglich bewilligten Fitnessclub. Doch das FKK Basel rekurrierte gegen diesen Entscheid und ging vor Bundesgericht.

Anwohnergruppe Amerbachstrasse

Die Anwohnerschaft engagiert sich  für ein Gleichgewicht zwischen Wohnen und Sexgewerbe in der Amerbachstrasse.
In den letzten Jahren hat sich das Rotlicht-Milieu ausgebreitet. Zusätzlich zur Kiki-Bar und dem gegenüberliegenden Bordell hat sich ein Sauna Erotic Club in einem Hinterhof-Gebäude niedergelassen, inmitten von Häusern mit Familienwohnungen.
Das Resultat ist massiver, zusätzlicher nächtlicher Autoverkehr, späte Lärmbelästigungen jeglicher Art und damit einhergehend ein Gefühl, dass sich die Amerbachstrasse zu einem weiteren Ort für Prostitution entwickelt.

Die Anwohnenden haben dazu eine Petition eingereicht.